Dominic Schmitz
 

Über mich

Ich wurde 1987 in Mönchengladbach geboren, wo ich auch aufwuchs.

Im Jahr 2005, mit siebzehn, bin ich zum Islam konvertiert. Heute würde ich das was ich damals kennen gelernt habe, nicht mehr unbedingt „den Islam“ nennen - Ich wurde ein Salafist. Ich habe mich selbst acht Jahre lang als Anhänger der „Salaf“ (arabisch für Vorfahren) bezeichnet, bewegte mich im Dunstkreis der bekanntesten Prediger und hielt mich selbst an die strengen Regularien.

Ende 2013 habe ich mich bewusst gegen die Ideologie und die Szene entschieden. Heute betreibe ich Aufklärungsarbeit und versuche den Menschen diese fremde Welt und meine damalige Entscheidung etwas verständlicher zu machen.

Im Februar 2016 habe ich mein Buch „Ich war ein Salafist - Meine Zeit in der islamistischen Parallelwelt“ veröffentlicht und meine Geschichte in dem Stück „Glaubenskämpfer“ im Schauspiel Köln auf die Bühne gebracht.

Im Rahmen der Präventionsarbeit und Lesungen spreche ich seit einigen Jahren vor Schülern, Studenten, Eltern, Lehrern, Sozialarbeitern, Beamten sowie allen anderen interessierten Menschen.

Dominic Schmitz bei "So gesehen - Talk am Sonntag"
„Der Extremismus ist wie ein Korsett.
Man legt es sich freiwillig an und wird dadurch gestützt.
Im Laufe der Zeit schnürt man es allmählich enger, bis es einem die Luft zum atmen nimmt.“
(Dominic Schmitz)
 

Vorträge

Aussteigergespräch:
Das Aussteigergespräch soll tatsächlich eine Art Gespräch und kein klassischer Vortrag sein. Oft höre ich den Satz: „Bis zu deiner Konversion kann ich mich ohne weiteres mit deinem Werdegang identifizieren. Doch was genau hat dich zur Entscheidung für den Salafismus getrieben?“
Das möchte ich gerne mit Schülern, Lehrern, Eltern, Sozialarbeitern und allen anderen Interessierten beleuchten. Spannend wird es jedoch erst, wenn die Zuhörer versuchen, sich in die Situation eines orientierungslosen Getriebenen hinein zu versetzen, indem sie gezielte Fragen stellen und es nicht zu einer voyeuristischen Veranstaltung mutiert, in der der geläuterte Ex-Salafist einen Monolog hält. 

Wie tickt die Szene?
Die Da’wa (die Einladung zum Islam) ist für den Salafisten eine religiöse Pflicht. In der heutigen salafistischen Literatur ist von mehr als achtzig Wegen, Da‘wa zu machen die Rede. Von der Da’wa im Alltag bis zur Da’wa mit der Familie beschreiben die führenden Salafisten exakt, wie der rechtschaffene Anhänger seine Mitmenschen vom Islam überzeugen soll.
Nicht ohne Erfolg…
Was macht die Szene so attraktiv und wie funktioniert die Da‘wa? Diese Fragen möchte ich hier gerne beleuchten und entschlüsseln.

Leben!
Die Vorträge, die ich seit einigen Jahren halte, beschäftigen sich stets mit meiner Lebensbiografie. Nicht selten ergeben sich insbesondere zum Ende der Veranstaltungen meist Fragen, die hingegen die Gegenwart betreffen.
Im Vortrag „Leben“ möchte ich weniger über mein Leben, sondern über das Leben sprechen. Nahezu seit dem ich denken kann, haben mich Themen wie der Tod oder der Sinn unseres Daseins beschäftigt. Auf der Suche nach Sinnhaftigkeit, Antworten und Halt habe ich mich mit siebzehn dem Salafismus zugewandt.
Heute sehe ich die großen Fragen unseres Lebens philosophischer denn je. Immer wieder begegnen mir Menschen die sich ebenfalls intensiv mit diesen Themen auseinandersetzen, jedoch genau wie ich, nicht wissen wie sie mit ihnen umgehen sollen.
Falsche Illusionen möchte ich hier keineswegs wecken. Auch heute habe ich keine Antworten auf die zentralen Sinnfragen unseres Daseins, im Gegenteil. Ich glaube jedoch, dass mir meine Vita einen ganz speziellen Blick darauf ermöglicht.


Die verschiedenen Vorträge, können miteinander kombiniert werden. Auch für ganztägige Seminare und Podiumsdiskussionen stehe ich gerne zur Verfügung.
Bitte geben Sie bei Anfragen die gewünschte Vortragsform an!

 

Lesungen

Im Februar 2016 ist mein Buch „Ich war ein Salafist - Meine Zeit in der islamistischen Parallelwelt“ erschienen. Seither bin ich in ganz Deutschland und den Nachbarländern unterwegs, um Interessierten daraus vorzulesen und anschließend mit ihnen darüber zu diskutieren.

Jede Lesung ist einzigartig. Es ergeben sich die unterschiedlichsten Gespräche und Emotionen aus den Veranstaltungen. Ich habe bereits an Schulen, Universitäten und auf öffentlichen Veranstaltungen gelesen und großartige Erinnerungen gesammelt.



PRESSESTIMMEN

„Plastisch, oft kurzweilig, unterhaltsam erzählt Schmitz von der schleichenden Gehirnwäsche. Ein empfehlenswertes Buch für jeden, der verstehen will, warum gerade junge Menschen der salafistischen Ideologie anheimfallen. Und es ist ein spannender Insiderbericht über die salafistische Szene.“
(Deutschlandfunk, Manfred Götzke, 04.04.2016)

„Bei der Lektüre dieses Buches hat es bei mir Klick gemacht. Ein sehr lesenswertes Buch – unglaublich faszinierend zu lesen.“
(Markus Lanz, 01.03.2016)

„Schmitz berichtet in erschreckender Offenheit über sein Leben unter Salafisten und gewährt seltene Einblicke in die islamistische Parallelwelt.(...) Die Stärke des Buches ist seine Authentizität – ein mutiges, wichtiges Buch.“
(Die Welt, Dietrich Alexander, 13.02.2016)